Fellwechsel beim Hund im Frühjahr

Fellwechsel beim Hund im Frühjahr – Hautgesundheit, Vitalstoffe & die richtige Fütterung

Fellwechsel beim Hund im Frühjahr

Der Fellwechsel beim Hund im Frühjahr bringt für viele Hundehalter eine haarige Zeit mit sich. Doch der saisonale Haarverlust ist mehr als nur ein optisches Thema: Haut, Stoffwechsel und Immunsystem arbeiten in dieser Phase auf Hochtouren. Eine gezielte Unterstützung über die richtige Fütterung kann entscheidend sein, um Hautgesundheit, Vitalität und Fellqualität optimal zu fördern.

In diesem Beitrag erfahren Sie,

  • wie lange der Fellwechsel dauert

  • warum Hunde sich vermehrt kratzen

  • welche Nährstoffe jetzt besonders wichtig sind

  • und wie Sie Ihren Hund ernährungsphysiologisch sinnvoll unterstützen können

Wann findet der Fellwechsel beim Hund statt?

Hunde durchlaufen den Fellwechsel zweimal jährlich:

  • Im Frühjahr: Abstoßen der dicken, wärmenden Unterwolle

  • Im Herbst: Aufbau des schützenden Winterfells

Der Fellwechsel im Frühjahr dauert in der Regel 4–8 Wochen, abhängig von Rasse, Haltungsform, Hormonstatus und individueller Stoffwechselaktivität.

Besonders Hunde mit viel Unterwolle verlieren jetzt große Mengen Haare.

Fellwechsel oder gesundheitliches Problem?

Ein gleichmäßiger Haarverlust am gesamten Körper ist normal.

Auffällig wird es, wenn zusätzlich folgende Symptome auftreten:

  • Starker Juckreiz

  • Kahle Stellen

  • Schuppen oder gerötete Haut

  • Verzögerte Wundheilung

  • Mattes Fell

  • Schlaffe oder sehr trockene Haut

In solchen Fällen kann ein Nährstoffmangel, eine Störung der Hautbarriere oder auch eine Schilddrüsenfehlfunktion vorliegen.

Hund kratzt sich

Warum ist die Ernährung im Fellwechsel so entscheidend?

Haut und Fell bestehen überwiegend aus Protein

Sowohl Haare als auch Haut bestehen größtenteils aus dem Strukturprotein Keratin. Auch die Haut selbst ist zu einem großen Teil aus Proteinen aufgebaut.

Liegt in der Nahrung ein Proteinmangel vor, kann sich das unmittelbar zeigen:

  • Trockene, schuppige Haut

  • Brüchiges oder stumpfes Fell

  • Verzögerte Wundheilung

  • Geschwächte Hautbarriere

  • Erhöhte Infektanfälligkeit

Proteine sind außerdem maßgeblich an Immunfunktionen beteiligt. Gerade während des Fellwechsels ist eine ausreichend hohe Proteinversorgung daher essenziell.

BARF aus der Dose

Wie sollte die Fütterung im Fellwechsel aussehen?

Eine artgerechte, hochwertige Fütterung bildet die Grundlage für gesunde Haut und kräftiges Fell.

Empfehlenswerte Zusammensetzung:

  • 70–80 % tierische Bestandteile

  • 8–12 % Fettgehalt

  • Ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren

  • Gute Zink- und Jodversorgung

Wichtig: Hunde benötigen Fett als Hauptenergielieferant. Eine zu magere Fütterung kann sich negativ auf Haut, Fell und Vitalität auswirken.

Da der Fellwechsel für manche Hunde eine größere Stoffwechselbelastung darstellt, kann kurzzeitig ein erhöhter Energiebedarf bestehen.

Wichtige Vitalstoffe für Hautgesundheit & Fellstoffwechsel

1. Hochwertige Proteine

Unverzichtbar für:

  • Fellbildung

  • Hautstruktur

  • Immunfunktion

Qualitativ hochwertige tierische Proteinquellen sind besonders gut verwertbar.

2. Omega-3-Fettsäuren – Unterstützung für Haut und Fellstoffwechsel

Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungsregulierend und unterstützen die Hautbarriere.

Bewährte Quelle:

  • Lachsöl

Eine regelmäßige Ergänzung kann helfen, trockene Haut zu reduzieren und den Fellglanz zu verbessern.

3. Zink – für Hautregeneration und Immunsystem

Zink ist essenziell für:

  • Zellteilung

  • Wundheilung

  • Hautbarrierefunktion

  • Immunabwehr

Natürliche Zinklieferanten:

  • Fleisch

  • Eier

  • Kürbiskerne

Ein Zinkmangel kann zu Schuppenbildung und Hautproblemen führen.

4. Jod – wichtig für die Schilddrüsenfunktion

Jod wird für eine gesunde Schilddrüsenfunktion benötigt. Die Schilddrüse reguliert die Stoffwechselaktivität der Hautzellen.

Sowohl eine Unterfunktion als auch eine Überfunktion können sich zeigen durch:

  • Fellveränderungen

  • Hautprobleme

  • Antriebslosigkeit

Eine ausgewogene Jodversorgung – beispielsweise über Seealgen – ist daher entscheidend.

5. B-Vitamine – Zellregeneration & Hautbarriere

B-Vitamine:

  • Unterstützen die Zellneubildung

  • Fördern die Hautregeneration

  • Wirken antioxidativ

  • Stabilisieren die Hautbarriere

Sie sind besonders während regenerativer Phasen wie dem Fellwechsel von Bedeutung.

Warum kratzt sich mein Hund im Fellwechsel so viel?

Das vermehrte Kratzen kann mehrere Ursachen haben:

  • Lockernde Unterwolle reizt die Haut

  • Trockene Haut durch erhöhte Zellaktivität

  • Nährstoffungleichgewicht

  • Zu geringe Fettzufuhr

Regelmäßiges Bürsten hilft, lose Haare zu entfernen und die Hautdurchblutung anzuregen.

Hund bürsten

Praktische Unterstützung im Alltag

Neben einer angepassten Fütterung helfen:

✔ Regelmäßiges Bürsten
✔ Bewegung an der frischen Luft
✔ Ausreichende Energiezufuhr
✔ Hochwertige, artgerechte Ernährung
✔ Unterstützung mit gezielten Ergänzungen

Sinnvolle Ergänzungen im Fellwechsel

Je nach individueller Situation können folgende Produkte unterstützend wirken:

  • BARF in der Dose oder Trockenbarf als hochwertige Basis

  • Lachsöl zur Omega-3-Versorgung

  • Seealgenmehl zur Jodversorgung

  • Gemüsemix für sekundäre Pflanzenstoffe

  • Buchweizenkeimpulver

  • Hagebuttenpulver als natürliche Vitamin-C-Quelle

Eine gezielte Kombination kann Hautstoffwechsel, Immunsystem und Vitalität positiv beeinflussen.

schönes Fell

Fazit: Fellwechsel ist Stoffwechselarbeit

Der Fellwechsel beim Hund ist ein natürlicher, aber energieintensiver Prozess. Haut, Fell und Immunsystem benötigen jetzt eine optimale Versorgung mit:

  • Hochwertigen Proteinen

  • Ausreichend Fett (8–12 %)

  • Omega-3-Fettsäuren

  • Zink

  • Jod

  • B-Vitaminen

Mit einer artgerechten, nährstoffreichen Fütterung schaffen Sie die Basis für gesunde Haut, glänzendes Fell und einen vitalen Hund – nicht nur im Frühjahr.

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